Harm Thormählen

Harm Thormählen war durch seinen Vater Rheder, der den Hof Thormählen binnen kürzester Zeit zu einem der bedeutendsten Sportpferde-Handelsställe in Europa ausbaute und Reiter wie Fritz Thiedemann, Alwin Schockemöhle, Hans Günter Winkler und Hartwig Steenken zu seinen Kunden zählte, die Reiterei in die Wiege gelegt worden. Und so platzierte er sich bereits im Alter von 16 Jahren bei den Deutschen Jugendmeisterschaften und bestritt mit 18 Jahren seine ersten Großen Preise. Sein Händchen für schwierige Pferde war bekannt, und dass, obwohl ihm sein Vater mit nur drei Kommandos das Reiten beigebracht hatte: „Gut, schlecht, vorwärts.“

Das Geschäftsmodell des Hofes ließ eine eigene Karriere im Springsattel jedoch nicht zu: waren die Pferde erfolgreich, wurden sie verkauft – manchmal direkt nach Beendigung des Parcours. Dies erklärt, warum sich der Name Harm Thormählens in den Reiterlisten vieler Spitzenpferde und Championatssieger findet – dort allerdings meist eben nur an deren Anfang.

Sein Interesse an der Zucht weckte Hartwig Steenken und vertieften Begegnungen mit Werner und Alwin Schockemöhle.

Als der gelernte Landwirt Harm Thormählen 1973 die Geschicke auf dem Hof in Langenhals bei Kollmar übernahm, konnten sein Vater und er bereits auf grandiose Erfolge in der modernen Sportpferdezucht verweisen. Es sollten in rascher Folge noch zahlreiche weitere hinzukommen.

Auf Gera (= Sarbit)
Mit Fein Cera und Cera I

Gemeinsam mit seiner Frau Ingela hat Harm Thormählen den Betrieb ganz auf die Zucht, Aufzucht, Ausbildung und den Verkauf herausragender Springpferde ausgerichtet – und zählt Reiter und Sponsoren aus der ganzen Welt zu seinen höchst zufriedenen Kunden.

Sein Expertenrat  ist ebenfalls gefragt: so gehört Harm Thormählen der Körkommission des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg-International (OS) und der des Studbooks Zangersheide an und ist Ersatzkörkommissar beim  Holsteiner Verband.